Kubuntu 14.04 Trusty Tahr Beta 2

In ungefähr einem Monat, am 17. April 2014, ist es so weit: Kubuntu 14.04 Trusty Tahr wird erscheinen. Es wird eine LTS-Version (Long-Term-Support-Version mit 3 Jahren statt 7 Monaten Updates) sein. Was für Neuerungen sind zu erwarten?

Voraussichtlich wird Kubuntu mit KDE 4.13 kommen. Allerlei KDE-Bugs wurden gefixt.

Firefox wird der Standard-Browser! Lange hat Kubuntu an rekonq (dem Konqueror-Nachfolger) als Standardbrowser festgehalten, auch um dem Prinzip treu zu bleiben, nur grafische Programme mit den Qt- und KDE-Bibliotheken vorzuinstallieren. Aber letztendlich installiert doch der größte Teil der Neu-Nutzer_innen und Windows-Umsteiger_innen als erstes Firefox. Da bereits seit Version 12.10 Kubuntu nicht mehr auf eine CD passt und nur noch als DVD-Image verfügbar ist, kommt es nicht mehr darauf an, ein paar Megabytes für die von Firefox verwendeten Gtk-Bibliotheken zu sparen. Die meisten Neuinstallationen erfolgen heutzutage von 2GB-USB-Sticks.

In Arbeit ist Muon Discover, welches ähnlich dem aus der Unity-Variante von Ubuntu bekannten Software Center ist, also moderner und grafischer als die alten Paketmanagementprogramme. Da es zum jetzigen Zeitpunkt nur einen Monat vor Erscheinen von Kubuntu Trusty nur eine Alphaversion gibt, wird es wahrscheinlich noch nicht der Standard-Software-/Paket-Manager werden.

Der "Zusätzliche Hardwaretreiber"-Dialog ("Additional Drivers") wird durch den komplett neuen "Treibermanager" ("Driver Manager") ersetzt. Wie bisher erfolgt darüber die Installation und Auswahl alternativer Treiber.

Schon immer gab es Gwenview-Plugins, aber kaum ein_e Anwender_in hat sie entdeckt. Das wird nun anders, das neue Gwenview ermöglicht die Installation von Plugins von innerhalb der Applikation.

Die Touchpad-Konfiguration wurde erheblich verbessert.

Telepathy, der KDE-Instant-Messenger, erlaubt jetzt die Gruppierung desselben Kontakts in verschiedenen Instant-Message-Netzwerken. Screenshot von Telepathy

Die Lokalisierungs- und Sprachenkonfiguration wurde verbessert und ist nun zuverlässiger.

Der Plasma Network Manager, der vor einigen Versionen den KNetworkManager ersetzt hat, wurde noch einmal neu designt. Er bietet jetzt mehr Einstellungsmöglichkeiten, bleibt aber einfach und übersichtlich.

Entwickler_innen können sich das Paket kde-developer-sdk installieren und haben gleich alles zur Verfügung, was sie zur Entwicklung mit KDE und Qt benötigen.

Der USB Creator zum Erstellen von Linux-Live-USB-Sticks wurde verbessert.

KDE Connect, voraussichtlich in der Version 0.5, macht die Synchronisierung mit Android-Handys einfach.

Absturzberichte wurden weiter automatisiert.

Der IRC-Client Quassel wird voraussichtlich in Version 0.10 dabei sein. Er verursacht weniger Netzwerk-Traffic als die Vorgängerversionen.

Es gibt jetzt Systembenachrichtigungen über bessere Treiber und zusätzliche Sprachpakete.

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